Über Gefahren im Straßenverkehr informiert

ADAC-PROJEKT Ungewöhnliche Unterrichtsstunde an der Vogelsbergschule / Bremswege näher erläutert / Vorgang auch im Auto miterlebt 

Schon seit vielen Jahren besucht Ulrich Heuser vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) regelmäßig die Vogelsbergschule. Sein „Klientel“ sind die Fünftklässler, die er über die Gefahren des Straßenverkehrs informiert.

„Achtung Auto“ heißt das ADAC-Projekt im Rahmen der Verkehrserziehung, das bundesweit mit Unterstützung der Michelin-Reifenwerke und der Opel AG durchgeführt wird. In den vergangenen zwölf Jahren wurden nach Angaben des ADAC rund zwei Millionen Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis zwölf Jahren mi der Aktion erreicht.

Im Mittelpunkt steht dabei, mögliche Gefahrensituationen zu erkennen und richtig einzuschätzen, und sein Handeln danach auszurichten. Nach einigen einleitenden Fragen zum Verkehr und Autos allgemein kam Heuser schnell auf den Kern seiner Unterrichtsstunde. Dabei geht es um die Geschwindigkeit eines Autos und die Frage, wie lange der Weg ist, den ein Fahrzeug braucht, bis es beim Bremsvorgang zum Stehen kommt. Ähnlich bedeutsam sei auch darüber Bescheid zu wissen, wie lange man selbst als Fußgänger oder Radfahrer benötigt, aus dem Gehen, Laufen oder Fahren anhalten zu können.

Der ADAC-Fachmann hatte noch einige Fragen zum Thema „Bremsen im Straßenverkehr“, dann waren die Schüler an der Reihe, selbst einmal zu testen, wie lang der eigene Anhalteweg aus einer Bewegung heraus ist. Dazu stellte der Verkehrserzieher die Aufgabe, aus dem Laufen heraus anzuhalten, wobei sie sich zunächst das Kommando „Stop“ selbst geben durften.

Dann gab Heuser mit einer Fahne das Zeichen zum Halt. Dabei wurde deutlich, dass der „Bremsweg“ beim Kommando „von außen“ deutlich länger war. „Das liegt am Kopf, den von dort muss der Befehl zum Anhalten an die Beine gesendet werden“, antwortete ein Schüler richtig auf die Frage des Verkehrserziehers. Dieser Impuls benötige normalerwiese etwa eine Sekunde, bis er an den Füßen angekommen ist, ergänzte Heuser. Während dieser Zeitspanne fährt ein Fahrzeug ungebremst weiter, was bedeutend für die Länge des Anhaltewegs ist.

Der ADAC-Mann holte dann drei Schilder aus seinem Auto, die die Schüler nach einigen Versuchen und kleine Hilfen des Verkehrserziehers zur richtigen Formel zusammensetzen, die lautet: „Reaktionszeit + Bremsweg = Anhalteweg“.

Als kleine Belohnung für die engagierte Mitarbeit durften die Fünftklässler zum Abschluss der ungewöhnlichen Unterrichtsstunde im Auto des Verkehrserziehers mitfahren und die Kräfte am eigenen Leib spüren, die bei einem plötzlichen Bremsprozess in Gang kommen. Dass sie dabei kräftig durchgeschüttelt wurden, bereitete den Pennälern sichtlichen Spaß.

Die Jungen und Mädchen der Klasse 5bG mit der richtigen Formel für den Anhalteweg.
Quelle Text und Foto: Weil, Kreisanzeiger

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