Spaß haben steht im Vordergrund

DEKANATSJUGENDHAUS Breitgefächerte Palette an Möglichkeiten / Auch Hausaufgabenbetreuung im Angebot

Es war ein kalter, regnerischer, unfreundlicher Tag, aber die Klasse 6CF der Gesamtschule und ihre Lehrerin Jenny Appel störte das überhaupt nicht. Vergnügt schwärmten die Schüler im Dekanatsjugendhaus aus und entdeckten, was es da alles zu tun gibt. Das Billard, der Kicker, das Regal mit den Spielen, die Poster anderer Jugendlicher, die Tischtennisplatte: das Team des Hauses, Dekanatsjugendreferent Christian Leibner, Kunspädagogin Silke Graf (Schulbezogene Jugendarbeit) und Gemeindepädagogin Gunde Boller, hatte die Klassen der Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 zu Infobesuchen eingeladen. Auch eine achte Klasse kam vorbei.

In einem Rundgespräch stellten Graf und Boller die Möglichkeiten genauer vor. Bewusst entwickelt man das Angebot weiter, geht auf neue kreative Trends in der Jugendszene ein. Aus der früheren Spiel- und Lernstube ist das Schülercafé geworden. Es steht Jugendlichen der Klassen 5 bis 9 montags bis donnerstags von 13 bis 16 Uhr offen. Bei Snacks und Getränken kann man sich erst einmal ein wenig entspannen. Auch Hausaufgabenbetreuung wird geboten. Drei Computerarbeitsplätze stehen zur Verfügung. Es gibt Aktivangebote, etwa eine Probierwerkstatt oder Jonglage. Das Wichtigste von allem aber ist: Hier können Teenies Gleichaltrige treffen und mit einander Spaß haben.

 

Und dazu gehört Aktivität. So waren auch jetzt die Besucher eingeladen, ihre Bewirtung selbst zu machen. In der Küche standen die Zutaten für „Heiße Liebe“, im Schülercafé für „French Kiss“ – beides alkoholfreie Cocktails. So waren bald Kleingruppen eifrig beim Schnippeln von Obst, beim Bereitstellen der Gläser und Strohhalme. Das Schickste: die fruchtigen Mischungen bekamen in echten Cocktail-Shakern den letzten Pfiff. Anstoßen, trinken, noch eine Weile die Freizeit genießen: dann gab die Lehrerin das Zeichen zum Abschied und mit leichtem Bedauern machten sich die Jugendlichen wieder zurück auf den Weg zu Vokabeln und Gleichungen.

 

„Wir bieten einen überschaubaren Raum, wo Jugendliche, von Fachkräften begleitet, sich erproben, ihre Hobbys vertiefen und in immer mehr Selbstständigkeit hineinwachsen können,“ lautet die Philosophie des Dekanatsjugendhausteams. „Zugleich ist hier ein Lernfeld, wie Teenager Projekte entwickeln, sich durch Durststrecken nicht abhalten lassen und mit anderen zusammenarbeiten. Ein Vertrauensraum soll entstehen, indem sich Jugendliche auch in Zeiten der Unsicherheit und Krisen an uns wenden können.“

Strohhalme ausgeteilt – dann schmecken die alkoholfreien Cocktails.

Quelle Text und Bild: E. Maresch, Kreisanzeiger

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