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Weimar und Buchenwald – wo Licht und Schatten so nah beieinander sind

Am 27. und 28. Mai 2024 machten die Abschlussklassen der Vogelsbergschule Schotten (9H, 10aR, 10aG und 10bG) einen Ausflug nach Weimar und in das Konzentrationslager Buchenwald. 

Zum ersten Mal waren alle ca. 70 Schülerinnen und Schüler der vier Abschlussklassen und deren Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam unterwegs. Während in den vergangenen Jahren meist nur eintägige Exkursionen nach Buchenwald unternommen wurden, verbrachten die Klassen in diesem Jahr zusätzlich einen Tag in Weimar, um die kulturell bedeutsame Stadt mit der dunklen Geschichte von Buchenwald zu verknüpfen.

Nach der Ankunft im Hostel gingen alle Klassen gemeinsam in die Weimarer Innenstadt und jede Klasse erhielt eine detaillierte Führung zur Geschichte und Bedeutung Weimars. Weimar beeindruckte die Schülerinnen und Schüler vor allem durch die schöne und historisch wertvolle Altstadt mit den vielen einladenden Cafés, Restaurants und Parks. In der Stadt Weimar, die als Zentrum der Literaturepoche der Klassik gilt, kann man auch heute noch viele Spuren von bedeutenden Dichtern,beispielsweise Goethes Gartenhäuschen, bewundern.

Anschließend hatten Schülerinnen und Schüler noch Zeit zur freien Verfügung, um die Stadt bei schönstem Wetter eigenständig zu erkunden. 

 

Am nächsten Tag führten die Geschichtslehrerinnen bzw. Geschichtslehrer der Vogelsbergschule die Schülerinnen und Schüler durch das Konzentrationslager Buchenwald. Im Gegensatz zum vorherigen Tag war dort das Wetter bewölkt, kalt und grau, ähnlich wie die Stimmung, die dieser düstere Ort mit sich bringt. Bereits vor der Anreise wurden die Schülerinnen und Schüler im Unterricht auf den Besuch des Konzentrationslagers vorbereitet. Jedoch war es für viele ein großer Unterschied, alles in echt anzuschauen, da das, was man vorher nur auf Bildern gesehen hatte, so viel realer und erschreckender wirkte. Während der Führung besichtigten die Gruppen den Bahnhof, die Arrestzellen, die Barackenruinen und das Krematorium. Besonders das Krematorium berührte viele Schülerinnenund Schüler zutiefst und verdeutlichte die Grausamkeit, die an diesem Ort stattgefunden hatte. Nach der Führung hatten die Schülerinnen und Schüler noch Zeit sich im Museum umzuschauen, um sich mit weiteren Erinnerungen und Schicksalen der Insassen auseinanderzusetzen.


Die Rückreise war von nachdenklicher Stimmung geprägt. Trotzdem wird der Ausflug den Abgängern sicherlich positiv in Erinnerung bleiben, da es durch die Übernachtung in Weimar für sie wie eine kurze Abschlussfahrt war. 

Insgesamt war es eine bereichernde Erfahrung, die den Schülern die kulturelle Bedeutung von Weimar näherbrachte und sie dazu anregte, über die dunkle Vergangenheit von Buchenwald nachzudenken. Eine finanzielle Unterstützung erhielten die Schülerinnen und Schüler dankenswerterweise von dem Förderverein der Vogelsbergschule Schotten.

​​von: Hanna Lind (10bG)

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