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"Neue Stolpersteine in Schotten"

Am 26.02.2024 nahm der WPU-Kurs „Spurensuche Drittes Reich“ (Jahrgang 9) von Frau Esmer bei der Verlegung von 19 neuen Stolpersteinen in Schotten teil.

Stolpersteine sind eine ganz besondere Form des Erinnerns: So werden kleine Gedenktafeln im Boden vor den Häusern von Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden, verlegt und auf diesen Steinen stehen deren Namen. Meist sind es die Namen jüdischer Bürger, aber auch die Namen anderer verfolgter Menschen, die unter der Herrschaft der Nationalsozialisten ihre Heimat verlassen oder ihr Leben geben mussten. Ziel ist es, im Alltag zu „stolpern“ – innezuhalten und Menschen zu gedenken, die auf so unnötige Weise leiden mussten.

Organisiert wurde das Verlegen durch die „Initiative Stolpersteine Schotten“, für die sich u.a. Pfarrer Eckhardt engagiert.

Zunächst wurde ein Stolperstein für Joachim Sommer in der Vogelsbergstraße verlegt. Er gehörte in der Nazi-Zeit aufgrund seines Downsyndroms bereits mit 2 Jahren zu den Menschen, die nicht „erwünscht“ waren und so wurde er ermordet. Die Nationalsozialisten ließen Menschen mit einer Behinderung in angebliche Krankenhäuser verschleppen, um sie dort anschließend zu ermorden. Sie tarnten diese Handlungen unter dem Begriff „Euthanasie“.

Weiterhin wurden Stolpersteine für die Familie Kahn in der Gederner Straße verlegt, die damals in die USA flüchten konnten.

Auch gibt es nun Stolpersteine für Lion Kahn und seine Verwandten, ebenso für Erna Reichenberg, Familie Katz und Franz Winterstein. Winterstein war ein Verfolgter der Sinti und Roma.

Zuletzt wurden für die Familie Brodreich in der Marktstraße vier Steine verlegt. Diese Familie besaß einen Lebensmittelladen, welcher aber in der damaligen Zeit schließen musste. Glücklicherweise konnte auch diese Familie 1936 in die USA fliehen.

Zum Abschluss und zum Gedenken an all die von den Nazis verfolgten oder umgebrachten Juden, spielte Herr Sergej Walter drei Musikstücke auf seiner Violine.

Wichtig für uns heute ist, dass so etwas NIE WIEDER geschehen darf. Aus diesem Grund sind auch die aktuellen Demonstrationen sehr wichtig, bei denen viele Bürger für unsere Demokratie demonstrieren.

Geschrieben von Melanie Teykhrev (9bG)

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