Käpt´n Ballon begeistert Klein und Groß in der Schottener Vogelsbergschule

Einen unterhaltsamen Varieté-Abend mit Zauberei, Magie, Humor und viel Spaß hatte der Förderverein der Vogelsbergschule versprochen. Garant für die Einhaltung dieses Versprechens war der Künstler Klaus Löffert alias Käpt´n Ballon, der gut eineinhalb Stunden das Publikum – kleine und große Gäste – in der Aula der Schule bestens unterhielt.

kaeptn-ballonBild: Klaus Löffert alias Käpt’n Ballon bezieht gerne das  Publikum in seine Zaubertricks mit ein.

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Für den stimmungsvollen Auftakt sorgte zunächst die Lehrerband der Schule mit mehreren „unter die Haut“ gehenden Stücken. Für ihren professionell wirkenden Vortrag erhielten Sängerin Dorothea Magel, Geigerin Brozena Krause, Erich Gebhard (Saxophon), Martin Philippi (Gitarre und Gesang) sowie Sebastian Packheiser (Keyboard) viel Applaus.

„Ich habe für mein Programm keinen Plan“, ließ Klaus Löffert wissen, als er sich zu Beginn seines Programms dem Publikum vorstellte. „Ich schaue mir einfach die Leute an, denn es macht mir Spaß, Menschen zu unterhalten.“ Dass ihm das gut gelingt, dafür lieferte er eindrucksvolle Beweise seiner Kunst im Verlauf des durch eine Pause unterbrochenen Programms. Immer wieder entlockte es dem auch als Karnevalisten bekannten Künstler einen spontan wirkenden Witz, so als er zu einem elfjährigen jungen Besucher meinte: „Als ich so alt war wie du, war ich schon 14.“

Ein Versprechen gab er gleich zu Beginn den Zuschauern an die Hand: „Ich führe alles sehr langsam vor, die Leute sollen sehen, was ich mache.“ So manches war denn auch gut nachvollziehbar mit leicht durchschaubaren Tricks, doch dann war auch wirklich anmutende Zauberei dabei, mit verblüffendem Ende und der neugierigen Frage: „Wie hat er das gemacht?“ So provozierte die Verwandlung eines Zehneuroscheins in eine Geldnote mit doppelten Wert doch viele staunende Augen.

Klaus Löffert arbeitet gerne mit Spielkarten. Dabei bezieht er das Publikum mit ein, wobei seine Ansprache sich dem Alter der Mitspieler gut anpasst. Stimmungsfördernd ist es, wenn er die weiblichen Besucher auffordert, beim Zeigen eines entsprechenden Schildes laut „A“ zu rufen. Den männlichen Gästen drückt er eine vielstimmiges „O“ auf, und die „beiden Reihen ganz oben“ sind für das „Eijeijei“ zuständig.

Zeugt es von wenig Selbstbewusstsein über die Qualität seines Auftritts oder ist es doch eher seinem humoristischen Naturell geschuldet: Klaus Löffert hatte ein eigens konstruiertes Applausgerät mitgebracht – für alle Fälle, was sich aber in der Schulaula als absolut überflüssig erwies.

Der Künstler kann auch Gedanken lesen, wie er eindrucksvoll unter Beweis stellte. Für diese „verblüffende Fähigkeit“ hat er eine „Gedankenübertragungshilfsmaschine“ konstruiert. „Gedankenlesen mit Männern – das ist der Hammer, das geht ganz einfach“, wusste Löffert, was beim diesbezüglichen Kontakt mit Frauen anderes vermuten ließ.

Auch um das „Loch“ kreisen viele Tricks und Spielchen mit Zuschauern. „Man kann ein Loch nur sehen, wenn ein Rand drumherum ist“, sagte der Künstler. Eine Erkenntnis, die er eindrucksvoll mit einem Stück Pappe und einem darin ausgeschnittenen „Loch“ demonstrierte. Trotzdem kann man auch ein nicht sichtbares Loch – ein Loch ohne Rand – von Hand zu Hand weiterreichen und dabei viel Spaß haben, wie der Künstler mit einigen Auserwählten aus dem Publikum demonstrierte. Am Ende des kurzweiligen Programms dankten die Besucher des Varieté-Abends mit lang anhaltendem Applaus.

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Quelle Text & Bild: Weil, Kreisanzeiger vom 17.12.2016

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