Kurzmeldungen

„Vergesst Zwerg Nase!“

Schauspieler Martin Brachvogel zieht Gesamtschulkinder der Jahrgangsstufe sechs in seine??????????????????????????n Bann

Wieder war das Theaterprojekt Kaleidoskop in der Gesamtschule Schotten zu Gast und die Jungen und Mädchen der Jahrgangsstufe sechs waren zu einer Soloproduktion mit dem Schauspieler Martin Brachvogel „Vergesst Zwerg Nase!“ eingeladen. Begrüßt wurden sie von der Leiteirn der Stadtbibliothek, Nicole Kapeller, deren Einrichtung seit Jahren mit den Schottener Schulen bei solchen Aufführungen kooperiert.

Kaleidoskop, gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, will Kinder- und Jugendtheatertage in der hessischen Region bieten.

Und schon stürzte in Schotten ein hektischer Mann im Flattermantel in den Saal und schien unschlüssig. Herein, heraus, dann warf er doch seinen Mantel ab und stand im professionellem Weiß, mit hoher Mütze, Schürze, Karohosen: „Ich bin Koch, Oberhofküchenmeister, einer der Besten. Mein Herzog von Da ist ein Feinschmecker, ein König der Esser“. Ein wohliges Schmatzen und Grunzen und schon entstand vor den Zuschauern das Bild eines adeligen Fresssacks, dessen Gelüste ununterbrochen vom Feinsten bedient werden müssen.

Erwachsene Zuschauer waren anfangs ein wenig skeptisch. Das Wilhelm Hauff-Märchen für Sechstklässler, Jugendliche im coolen Alter, den Märchen schon „Babykram“ geworden sind? Aber Brachvogels fulminantes Spiel, sein Perspektivenwechsel in eine Symbolgeschichte um Rivalität und Anerkennung zog die jungen Zuhörer in Bann. Mucksmäuschenstill saßen sie während der ganzen Handlung, die einzigen Geräusche im Zuschauerraum waren Gelächter, Zwischenrufe, wenn Brachvogel sie interaktiv einbezog. Theater bei Tageslicht, ohne Kulissenzauber, mit einem Minimum an Requisiten: es war der suggestive Mix aus Stimme, Mimik, Gestik und Spiel, der die Spannung ausmachte. Denn der Oberhofküchenmeister war ein Besessener, ein Fanatiker des Herdes und der Hackbretter: „Ein Koch ist ein Maler, ein Komponist, ein Schriftsteller, ein Bildhauer-Kochen ist nichts für Zwerge.“ Ohne Maschinen geht es nicht und schon ahmte er Rührgeräte, Mixer, Fleischwölfe nach.

Der Kochkünstler und der verfressene Herzog, ein ideales Paar – und dann brach unerwartet die Katastrophe herein. Ein Zwerg, ein buckliges Wesen mit roter Riesennase und Spinnenfingern, klopfte an die Küchentür und ließ sich nicht abwimmeln. Ausgerechnet kochen wollte er. Brachvogel ließ den skurrilen kleinen Mann ebenso vor den Zuschauern erstehen wie das gönnerhafte Mitleid des Oberhofküchenmeisters. Wenn der Kleine doch wenigstens ein Versager gewesen wäre. Aber jetzt wurde der Koch-Profi zum tragischen Helden, den Tränen nahe: „Der Herzog hat den Teller abgeleckt – das hat er bisher noch nie getan.“

So gut kochte der Kleine rund um die Uhr, dass es eigentlich nur eine Erklärung dafür gab: Schwarze Magie. In raffiniertem Zeitwechsel wurde die Verzauberungsgeschichte nachgespielt. Ein Marktstand, eine unheimliche alte Frau, die das Gemüse schlechtmacht, ein kecker Zwölfjähriger, der sich das nicht gefallen lässt – alle Figuren entstanden vor dem Publikum und in einer zweiten Episode wurde der Junge in das Haus der Alten gelockt, zum Zwerg Nase verzaubert und zum Koch ausgebildet. Schließlich der große Wendepunkt: beim Wettschlemmen des Herzogs von Da und des noch verfresseneren Königs von Dort (Zwischenruf aus den Reihen: „Geht der überhaupt durch die Tür?“) versagte der Zwerg Nase, die „Königin der Pasteten“ machte er nicht richtig. Der Herzog wurde Veganer und magerte zu einem Schatten seiner selbst ab. Der Oberhofküchenmeister verlor die Lust und wanderte in Drei Sterne-Hotels ab. Lebensfreude ade – schließlich endete er im Purismus, entdeckte den Charme eines Apfels, eines Butterbrotes. Die begleitenden Lehrkräfte, angesprochen auf die Aufmerksamkeit der Kinder, hatten eine Erklärung: „Sie haben immer wieder Jugendtheater geboten bekommen. Aktives Zuhören ist eine Kulturtechnik, die man lernen muss.“

??????????????????????????Koch-Fanatiker, Idealpartner des verfressenen Herzogs:
das fulminante Auftreten Martin Brachvogels faszinierte die Kinder.

Quelle Text & Bild: E. Maresch, Kreisanzeiger

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