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Gedenken zum 9. November

Schüler stellen Bilder und Texte zusammen / Pfarrer Eckhardt mit geschichtlichem Vortrag

Auch in Schotten waren am 9. November 1938 jüdische Mitbürger blinder Gewalt ausgesetzt. Vorfälle, die nicht vergessen werden dürfen. So hatte sich schon vor Monaten eine Gruppe mit Ehrenbürgermeister Hans Otto Zimmermann, Pfarrer Frank Eckhardt und dem ehemaligen Leiter der Gesamtschule, Manfred Schlosser, getroffen, um die Gedenkfeier zur 75. Wiederkehr des Tages vorzubereiten. Auch der Leiter der Gesamtschule Schotten, Wilhelm Lückel, und Oberstudienrat Rudi Graf machten mit. Jugendliche der Klasse 9aG trugen zur Gestaltung bei. Im Unterricht hatten sie im Sinne eines Zeitstrahls Bilder und Texte vorbereitet, die zunächst im Historischen Rathaus gezeigt wurden und jetzt eine Woche lang im Schottener Kompetenzzentrum der Sparkasse Oberhessen zu sehen sind. Informationen zu den Themen „Judentum in der Antike“, „Judentum in der Diaspora“, „Judentum in der NS-Zeit“ und „Judentum heute“ sind enthalten.

9terNovemberEinen Zeitstrahl zur Geschichte der Juden in vielen Epochen hatte die Klasse 9 aG vorbereitet.

An die 90 Besucher, unter ihnen auch Vertreter der städtischen Gremien, konnte Bürgermeisterin Susanne Schaab zu Beginn der Gedenkfeier im Historischen Rathaus begrüßen. Sie erinnerte daran, was die Nacht vor 75 Jahren in Schotten an Ungerechtigkeit, Terror und Leid gebracht hatte. Die Bürgermeisterin sprach aus, was es bedeutet, in einer Gesellschaft zu leben, die sich auf Menschenwürde und Schutz vor Diskriminierung gründet. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass die Erhaltung von Frieden und Demokratie, der Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus eine Aufgabe ist, der sich jede neue Generation stellen muss. Musikalische Akzente zwischen den Beiträgen setzten Ruth Lenz (Flöte) und Kiwon Lee (Klavier).

Pfarrer Frank Eckhardt erinnerte an die Vorgeschichte der Reichspogromnacht, die von den Nationalsozialisten propagandistisch geschickt ausgenützte Ermordung des Botschaftsangehörigen von Rath durch einen jungen polnischen Juden, die den Machthaber die Gelegenheit zur verdeckten Organisation „spontanen Volkszorns“ gab. Im Archiv der Stadt Schotten hatte Eckhardt Dokumente zu den örtlichen Ereignissen gefunden. Schon im Februar 1938 hissten Unbekannte auf dem Dach der Synagoge eine Hakenkreuzfahne, was von einem Hauptwachtmeister als „ganz grober Unfug und Verstoß gegen die Heiligkeit dieser Fahne“ kommentiert wurde. Noch im Tagesverlauf des 9. November gab es einen Eintrag im Protokollbuch der jüdischen Gemeinde, dass diese sich notgedrungen als Organisation auflöste. Einigen jüdischen Bürgern war die Emigration gelungen, andere waren in die vermeintlich rettende Anonymität von Großstädten gezogen, aber noch lebten 52 Angehörige jüdischer Familien in der Stadt. In der Nacht vom 9. auf den 10. November wurden SA-Leute aus Laubach in Zivil herangeschafft, die diese Bürger drangsalierten. Sie brachen die Synagoge in der Vogelsbergstraße auf und zerstörten Kultgegenstände.

„Sie haben keinen Pass, Sie sind offiziell tot“ – W. H. Audens Gedicht „Refugee Blues“, an dem die Schüler im Englischunterricht mit Wilhelm Lückel gearbeitet hatten und das sie jetzt vortrugen, schildert die Not der jüdischen Migranten, schlägt aber auch den Bogen zu heutigen Flüchtlingen. Ganz still war es im Raum, als die Jugendlichen die Namen der ermordeten und verschollenen Schottener Juden nannten. Auschwitz, Treblinka, Buchenwald, Minsk, Litzmannstadt, Euthanasie-„Heilanstalten“ – hinter jedem Namen ein Ort des Schreckens.

Mit brennenden Lichtern gingen die Teilnehmer vom Rathaus zur ehemaligen Synagoge. Jugendliche der Digmudisschule, die den Platz pflegen, hatten dort nach jüdischem Brauch Steine mit den Namen der Ermordeten hingelegt. Das Schweigen der Gruppe und der Kerzenschein schlossen vieles ein, was sich nicht in Worte fassen lässt.

???????????????????????????????Schulleiter W. Lückel, Pfarrer F. Eckhardt und der betreuende Lehrer R. Graf stelle eine Schülerarbeit vor.

Quelle Text & Bilder: E. Maresch

Termine
Nov
22
Fr
16:00 Elternsprechtag für neugebildete...
Elternsprechtag für neugebildete...
Nov 22 um 16:00 – 19:00
Eingeladen sind die Eltern der 5F, 5G, 7HR, 8H und 8R. Anwesend sind jeweils die KlassenlehrerInnen.
Nov
25
Mo
ganztägig Pädagogischer Tag
Pädagogischer Tag
Nov 25 ganztägig
Unterrichtsfrei für SchülerInnen, Fortbildungen und Konferenzen für LehrerInnen.
Nov
28
Do
ganztägig Infoabend Weiterführende Schulen
Infoabend Weiterführende Schulen
Nov 28 ganztägig
Interessant für SchülerInnen und Elter der Abgangsklassen (9H, 10R+G). Bitte Einladung mit genauen Zeitangaben beachten!
09:00 „Eine kleine Chance“
„Eine kleine Chance“
Nov 28 um 09:00 – 13:00
Die 5+6ten Klassen besuchen (in zwei Gruppen) das Theaterstück, das die Angst von Kindern um ihre Eltern thematisiert. Im Anschluss an das etwa einstündige Thaterstück findet jeweils ein Nachgespräch statt. Die Veranstaltung wird vom „Gelben[...]
Dez
6
Fr
ganztägig „Udo live“ @ DGH Rainrod
„Udo live“ @ DGH Rainrod
Dez 6 ganztägig
Konzert von Anselm Wild & Band – vom Förderverein im DGH Rainrod veranstaltet. Bitte zeitnahe Informationen zum Kartenvertrieb beachten!
Dez
21
Sa
ganztägig Weihnachtsferien
Weihnachtsferien
Dez 21 2019 – Jan 12 2020 ganztägig
 
Feb
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Mo
ganztägig Studien- & Prüfungstag
Studien- & Prüfungstag
Feb 3 ganztägig
Präsentationsprüfungen der 10R. Beginn des Betriebspraktikums der 9G-Klassen. Die übrigen Schüler*innen haben unterrichtsfrei.
Feb
7
Fr
16:00 Elternsprechtag
Elternsprechtag
Feb 7 um 16:00 – Feb 8 um 07:00
Alle Klassen – alle LehrerInnen. Bitte Einladungen mit genaueren Zeitangaben beachten!