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Studientage in der Gedenkstätte Buchenwald

Der WPU-Kurs „Spurensuche Drittes Reich“ mit Schüler/innen der 9R und 9G unter Leitung von Frau Esmer nahm vom 21.11-22.11.2018 an zwei Studientagen in der Gedenkstätte Buchenwald teil.

Die Schülerinnen und Schüler des WPU-Kurses „Spurensuche Drittes Reich“ mit Frau Esmer (rechts).

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Am ersten Tag fuhr der Kurs über die „Blutstraße“ hoch zum Konzentrationslager. Dort begann das Seminar mit einer Führung durch das Lager. Dort oben war es kalt und überall lag Schnee, es war sehr windig und nebelig. So konnte man einen Eindruck davon erhalten, wie sehr die Häftlinge in ihrer dünnen Häftlingskleidung gefroren haben mussten. Zuerst ging Herr Stefan Lochner, unser Seminarleiter, mit unserer Gruppe zu den SS-Kasernen. Danach ging es weiter zum Bahnhof. Die Bahnhofstrecke wurde innerhalb von 12 Wochen gebaut und ist 10 km lang. Herr Lochner informierte uns darüber, dass von den am Bau beteiligten Häftlingen jeder dritte verstorben sei. Dann ging die Gruppe Richtung Streichelzoo, der sich genau neben dem Lager der Häftlinge befand. Sonntags nutzte der Lagerkommandant Karl Koch den Streichelzoo zu einem Familienausflug. Anschließend ging die Gruppe zum Lagertor mit der Inschrift „Jedem das seine“. Dies sollte den Häftlingen vermitteln, dass sie nur das bekamen, was sie auch verdienten. Nach einer kurzen Pause lief die Gruppe zum ehemaligen Krematorium, in dem die Leichen der verstorbenen bzw. getöteten Menschen verbrannt wurden. Die Atmosphäre dort war sehr bedrückend und einschüchternd. Im Vorraum des Krematoriums informierten sich die Schülerinnen und Schüler entlang einer Ausstellung über Versuche, die an Menschen durchgeführt wurden. Dort befindet sich auch der Nachbau der Genickschussanlage, mit der viele sowjetische Kriegsgefangene getötet wurden. Am Ende des ersten Seminartages konnten die Schüler/innen im Archiv zu selbst gewählten Themen recherchieren, um eine Ausstellung an der Vogelsbergschule Schotten vorzubereiten.

Am nächsten Morgen begann das Seminar am Steinbruch: Dort mussten die Häftlinge unter unerträglich harten Bedingungen arbeiten. Danach ging es zum sogenannten „Bunker“, wie das Lagergefängnis genannt wurde. Dort wurden Gefangene gefoltert und getötet. Der Aufseher hieß Sommer, er war sehr grausam. An einem der Wachtürme las Herr Lochner einen typischen Schießbefehl vor. Hier erfuhr die Gruppe auch, dass besonders gute Schützen Auszeichnungen durch die SS erhielten.

Das Fazit der Gruppe: An diesen beiden Tagen erhielt der WPU-Kurs einen nachhaltigen Eindruck von der Gedenkstätte und deren Geschichte, der es ihr ermöglichte, sich ansatzweise in die Machtstrukturen des Konzentrationslagers hineinzuversetzen. Die Eindrücke, die die Gruppe in Buchenwald erhielt, waren sehr bedrückend und riefen Entsetzen hervor. Es ist kaum möglich zu verstehen, wie Menschen so grausam handeln können. Daher ist es von großer Bedeutung, dass die Gedenkstätte Buchenwald das grausame Geschehen dauerhaft in Erinnerung ruft.

Von Sarah Demirboga und Joanne Herrmann

Termine
Mrz
28
Do
ganztägig Girls-& BoysDay
Girls-& BoysDay
Mrz 28 ganztägig
Für SchülerInnen der 7ten und 8ten Klassen. Weitere Informationen unter www.girls-day.de bzw. www.boys-day.de. Dort auch Registrierung und Anmeldebögen. Diese können auch aus dem Downloadbereich der Seite www.vogelsbergschule-schotten.de heruntergeladen oder im Schülerordner bei iServ gefunden werden.[...]