Kurzmeldungen

Alle Abgänger der Vogelsbergschule Schotten haben Abschluss in der Tasche

81 Jugendliche der Vogelsbergschule wurden am Donnerstag im feierlichen Rahmen in der Festhalle verabschiedet. Es waren diesmal deutlich weniger Schüler als in den vergangenen Jahren. Über den Grund informierte der stellvertretende Schulleiter Norbert Schwing: „Wir haben in diesem Jahr keine gymnasialen Abgänger.“ Durch die Rückführung auf den G9-Betrieb bleiben die aktuellen neunten Klassen des gymnasialen Zweigs noch ein weiteres Jahr an der Gesamtschule vor sich, ihre Entlassung erfolgt im nächsten Jahr.

Die Besten der vier Abschlussklassen sowie die Streitschlichterinnen Chwalek-Molderings und Patricia Weiland (4. u. 5. v.l.) wurden geehrt. Links Erster Stadtrat Hans-Jürgen Jochim.

Fleißig

Sichtich erfreut berichtete Norbert Schwing, dass alle Abgänger einen Abschluss erzielt haben. „Von mangelnder Leistungsbereitschaft, wie sie in manchen Medien dargestellt wird, ist bei unseren Jugendlichen nur ganz eingeschränkt etwas zu spüren“, stellte Schwing seinen Schülern ein gutes Zeugnis in Sachen Fleiß aus.

15 Schülerinnen und Schüler haben einen Hauptschulabschluss erworben, 21 einen qualifizierten Abschluss in diesem Schulzweig. 22 Jugendliche verlassen die Schule mit einem Realschullabschluss, weitere 23 können auf die gymnasiale Oberstufe wechseln. „Zehn Jugendliche, die ohne Deutschkenntnisse bei uns auf die Schule kamen, haben einen Abschluss erreicht“, freute sich Schwing für die Schüler und die Schulgemeinde. „Das ist ein Zeichen von gelungener Integration.“

Auch die Zukunftspläne der Abgänger sind dem Konrektor bekannt. Demnach streben acht Jugendliche das Abitur an. 20 wechseln auf die Fachoberschule, 19 beginnen eine Ausbildung und 23 beabsichtigen, die Berufsfachschule zu besuchen, um die Mittlere Reife zu erwerben.

Schottens Erster Stadtrat Hans-Jürgen Jochim sagte in seinem Grußwort, dass der gute Ruf der Vogelsbergschule sich auch in ihrem Einzugsbereich über die Grenzen Schottens hinaus dokumentiere. So kommen jeweils acht Abgänger aus Ulrichstein und der Großgemeinde Nidda sowie ein Schüler aus Gedern. Lehrer und Schüler seien eine fördernde Gemeinschaft, die sich positiv auf die Atmosphäre der Schule übertrage. Auch werde die Integration groß geschrieben. „Wir wollen alle zusammenleben, unabhängig von der Religion“, betonte Jochim.

Als Vertreter der Schulkonferenz sprach Alexander Sinner vom „Ernst des Lebens“, der sich im Verlauf der Schulzeit allmählich entwickle. „Die Schulzeit ist eine Reise mit Höhen und Tiefen“, betonte Sinner, der zudem den Wert der Klassengemeinschaft herausstellte. Mit dem neuen Lebensabschnitt steige auch das Maß an Eigenverantwortung, das von den Schülern getragen werden müsse. Dankesworte an das Lehrerkollegium richteten die Schüler-Vertreterinnen Emily Pfeiffer und Charleen Matschke.

Dann kam der lang ersehnte Moment der Zeugnisübergabe durch die Klassenlehrer der beiden Hauptschulklassen und der beiden Klassen des Realschulzweiges. Anschließend ehrten Norbert Schwing, der Erste Stadtrat Hans-Jürgen Jochim und der Ulrichsteiner Magistratsvertreter Manfred Feineis die Klassenbesten mit einem Präsent. Dies sind in der 10bR Leon Hansmann, Tim Fischer und Jan Müller, die jeweils einen Notendurchschnitt von 1,7 erreichten, Omar Saloom Alissa (10aR/1,8), sowie Patricia Wailand (9bH/1,8) und Patrick Scharmann (9aH/1,9).

Für ihren besonderen Einsatz als Streitschlichterinnen wurden Patricia Weiland und Sarah Chwalek-Molderings ausgezeichnet. Mit Dankesworten und einem Präsent wurden auch Elias Staab und Leon Hansmann aus dem Schulorchester verabschiedet, das für musikalische Umrahmung der Abschlussfeier sorgte. Die Moderation des Abends hatten Luka Merz und Leon Wust übernommen.

*

Quelle Text & Bild: Weil, Kreisanzeiger vom 16.6.2018