Kurzmeldungen

WINTER IM VOGELSBERG

Für die nächste Zeit ist für den Vogelsberg wieder Winterwetter vorhergesagt.

In Zweifelsfällen sollten die Erziehungsberechtigten eigenverantwortlich entscheiden, wenn sie ihr Kind wegen der Straßenverhältnisse nicht in die Schule schicken können.

Gegebenenfalls wäre auch an eine verspätete Anfahrt zur zweiten Stunde zu denken.

Grundsätzlich sollten Schülerinnen und Schüler, deren Bus sie nach 15min nicht an der Bushaltestelle abgeholt hat, wieder nach Hause gehen.

Genereller Unterrichtsausfall wird – nach Rücksprache mit der zuständigen Straßenmeisterei – von der Schulleitung an dieser Stelle bekannt gegeben.

Ablasshandel als Rollenspiel

VOGELSBERGSCHULE Achtklässler bringen Luther und seine Zeit in Erinnerung / Schautafeln und Monologe

Luther und der 500. Reformationstag waren der Anlass für ein besonderes Projekt in der Vogelsbergschule. Eingebunden waren alle achten Klassen von Hauptschule, Realschule und des gymnasialen Zweiges. Die Gesamtorganisation hatten die Pädagogen des Fachbereichs Religion und Ethik übernommen.

LutherwocheIn einem Rollenspiel konnten sich die Schüler von „Sünden“ freikaufen.

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Die Reformation und Luther ist als Thema an der Vogelsbergschule verbindlicher Unterrichtsinhalt in der Klassenstufe acht. Ziel ist es, den Schülern, die durch die Reformation hervorgerufenen Umwälzungen hin zum modernen Denken zu vermitteln: die Gewissensfreiheit, der Umgang mit Ängsten, die Strukturen der demokratischen Gesellschaft, Bildung für Alle oder die gemeinsame deutsche Sprache. Drei Tage recherchierten die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung ihrer Lehrer und erarbeiteten verschiedenen Themenbereiche. Dann präsentierten sie die Ergebnisse. In fünf Klassenräumen des neuen Schulgebäudes, die jeweils bestimmten Themenbereichen zugeordnet waren, wurden auf Schautafeln viele Informationen präsentiert. Bilder, Texte, Grafiken und Illustrationen oder Lebensläufe und Steckbriefe von prägenden Personen wie Martin Luther, seinen Eltern oder Philipp Melanchthon, neben Luther eine der treibenden Kräfte der Reformation. Auch die Personen von Papst Leo X., dem Förderer des von Luther angeprangerten Ablasshandels, sowie des Kurfürsten Friedrich von Sachsen, unter dessen Schutz Luther auf der Wartburg das Neue Testament übersetzte, waren dargestellt.

Die Achtklässler hatten zahlreiche Kurzvorträge vorbereitet, in denen sie Monologe von Luther und seinen Zeitgenossen vortrugen. Sehr originell war ein Rollenspiel im Themenraum „Mittelalter und Tetzel“ zum Handel mit Ablassbriefen. Die Schüler hatten kleine Ablassbriefe in altdeutscher Schrift verfasst. Darin wurde dem „armen Sünder“ die „Befreiung von den Qualen des Fegefeuers und die Lossagung von den Höllenstrafen“ versprochen. Viele Informationen drehten sich um Krankheiten und Tode, um die Erziehung und das Schulwesen.

In einem weiteren Themenraum waren Luthers Erkenntnisse aufbereitet, seine Entdeckungen in der Bibel oder sein Verständnis vom Glauben und von Gottes Gerechtigkeit. In einem abgedunkelten Raum schließlich waren die Schüler aufgefordert, sich Muße zu nehmen und über die Bedeutung Luthers in der heutigen Zeit kritisch nachzudenken.

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Quelle Text & Bild: Weil, Kreisanzeiger vom 8.11.2017

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