Kurzmeldungen

WINTER im VOGELSBERG

 

Für die nächste Zeit ist für den Vogelsberg wieder Winterwetter vorhergesagt.

In Zweifelsfällen sollten die Erziehungsberechtigten eigenverantwortlich entscheiden, wenn sie ihr Kind wegen der Straßenverhältnisse nicht in die Schule schicken können.

 

Gegebenenfalls wäre auch an eine verspätete Anfahrt zur zweiten Stunde zu denken. Grundsätzlich sollten Schülerinnen und Schüler, deren Bus sie nach 15min nicht an der Bushaltestelle abgeholt hat, wieder nach Hause gehen. Genereller Unterrichtsausfall wird – nach Rücksprache mit der zuständigen Straßenmeisterei – von der Schulleitung an dieser Stelle bekannt gegeben.

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ACHTUNG: Wegen der zahlreichen Baustellen gibt es weiterhin einzelne Abweichungen bei den Fahrzeiten der Schulbusse. Näheres hier.

Großes Interesse an Politik

 BESUCH Achte Gymnasialklassen der Vogelsbergschule löchern Staatsministerin Lucia Puttrich mit vielen Fragen

Ein lebhaftes Fragen-Antwort-Spiel haben sich die Schüler der achten Gymnasialklassen der Vogelsbergschule mit Staatsministerin Lucia Puttrich geliefert. Im Vorfeld hatte Klassenlehrer Rudolf Graf mit den Jugendlichen im Unterricht über die Bundestagswahl und ihre Folgen sowie den Konflikt zwischen Nordkorea und den USA diskutiert. Mit der Politikerin sprachen die Schüler aber auch über den Brexit, Merkels Flüchtlingspolitik, den Klimawandel, schnelles Internet oder die gleichgeschlechtliche Ehe. Den Kontakt zu Puttrich, sie ist in der hessischen Landesregierung für Bundes- und Europaangelegenheiten zuständig, hatte eine Schülerin mit einer schriftlichen Anfrage zum Nordkorea-Konflikt hergestellt.

Auf die Frage, warum die CDU bei der Bundestagswahl so viele Stimmen verloren habe, erklärte die stellvertretende Landesvorsitzende und das Mitglied des Bundesvorstandes der Union, dass die CDU die meisten Stimmen an die FDP verloren habe. Vor vier Jahren sei es umgekehrt gewesen. Die SPD habe die meisten Stimmen an die AfD verloren. Doch auch die CDU habe in diese Richtung einen großen Aderlass gehabt. Zudem hätten viele bisherige Nachtwähler für die AfD gestimmt. „Viele Menschen haben gesagt, mir passt etwas nicht, und daher bei der AfD aus Protest ihr Kreuz gemacht“, sagte Puttrich.

Unter den AfD-Wählern seien Menschen aus allen Gesellschaftsschichten. „Häufig war die Angst vor Veränderungen die Ursache für die Wahlentscheidung. Und die Befürchtung, im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung etwas zu verlieren“, sagte Puttrich. Auch das Thema Flüchtlinge habe eine Rolle gespielt. Das sei aber gerade in Ostdeutschland, wo die AfD ihre besten Ergebnisse erzielt habe, eigentlich kein Problem, da dort weniger Flüchtlinge als im übrigen Deutschland lebten. Die AfD sei ein Sammelbecken von Rechtsextremen bis hin zu Unzufriedenen. In Krisenzeiten seien Menschen häufig für nationalistische Tendenzen empfänglich.

Ob Puttrich denke, dass sich die AfD selbst zerlegen werde, wollten die Schüler wissen. Das werde die kommende Zeit zeigen, antwortete sie. „Mit ,Ja‘ oder ,Nein‘ kann ich diese Frage nicht beantworten“, sagte die Staatsministerin. Man müsse sich aber inhaltlich mit der AfD auseinandersetzen, sie zu ignorieren, helfe nicht weiter. Allerdings sei die Partei von Ausländerfeindlichkeit und Hass geprägt. „Das ist ein Deutschland, das ich nicht haben möchte“, machte die Staatsministerin deutlich.

Eine mögliche Jamaika-Koalition sieht die frühere Bürgermeisterin von Nidda eher skeptisch. „Da müssen weite Strecken zwischen den Parteien überwunden werden“, sagte Puttrich. Eine neue Regierung werde – wenn überhaupt – erst im neuen Jahr zustandekommen. Falls die Verhandlungen scheiterten, stehe die SPD in der Pflicht. Dann müssten die Sozialdemokraten Verantwortung übernehmen. Ansonsten gebe es Neuwahlen, die der AfD noch mehr Stimmen brächten. „Es wäre fatal, wenn Deutschland angesichts der großen Probleme in der Welt über einen längeren Zeitraum keine stabile Regierung hätte“, betonte Puttrich. Durch den Einzug der AfD werde der Ton im Bundestag sicher rauer. „Ich befürchte, dass Respektlosigkeit zunehmen wird, wie das Beispiel von Herrn Gauland am Wahlabend zeigt.“

Bei den Fragen zum Konflikt zwischen Nordkorea und den USA kritisierte Puttrich den „zunehmend schwieriger“ werdenden Tonfall, der zu Eskalationen führen könnte, „die keiner will“. Auf die Provokation mit immer neuen Raketen- und Atomtests durch den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un habe der amerikanische Präsident Donald Trump erklärt, die USA werde sich militärische Optionen offen halten. Russland und China komme eine Vermittlerrolle zu. Scheiterten diese Versuche, drohe ein Kalter Krieg mit möglicherweise fatalen Folgen. Auf die Frage, ob auch „Bomben gezündet“ werden, meinte die Staatsministerin: „Für die USA kann ich das ausschließen. Für Nordkorea kann ich das nicht.“

Bei Fragen zu Bundeskanzlerin Merkels Flüchtlingspolitik unterschied Puttrich zwischen dem jedem Menschen zustehende Aufenthaltsrecht aus Asylgründen und der Einwanderung aus ökonomischen Erwägungen. „Deutschland kann nicht alle Menschen aufnehmen, denen es wirtschaftlich schlecht geht“, meinte die Staatsministerin. Stattdessen müsse man den Menschen in ihren Heimatländern helfen, was die Bundesregierung mit ihrer Entwicklungspolitik auch tue. Im Übrigen brauche man klare formale Bedingungen für die Einwanderung.

Die Frage, warum das flache Land bei der Digitalisierung hinter den Ballungsräumen zurückbleibe, beantwortete Puttrich mit dem Verweis auf wirtschaftliche Erwägungen. „Es wird zuerst da ausgebaut, wo die meisten Menschen leben“, sagte sie. Es sei allerdings ein Problem, wenn sich die Versorgung mit schnellem Internet an marktwirtschaftlichen Grundsätzen orientiere.

„Hat der Brexit negative Folgen für Deutschland?“, lautete eine weitere Frage. Puttrich wies vor allem auf die Nachteile für die Briten hin, verwies aber anhand der aktuellen Katalonien-Krise auch auf die „Ansteckungsgefahr“ für andere Region. „Das kann die EU insgesamt gefährden.“

Bei der Rente werde man nicht umhinkommen, den Menschen zu sagen, dass ein längeres Leben auch bezahlt werden muss. Daher müssten sie künftig länger arbeiten. Ein Mischsystem aus staatlicher und privater Vorsorge sei das beste Instrument für einen gesicherten Lebensabend.

Bei der letzten Frage zur gleichgeschlechtlichen Ehe meinte die Ministerin: „Wenn die Lebensrealitäten so sind, sollen es Menschen auch tun können.“ Zum Abschied wünschte Puttrich den Schülern Erfolg für ihre Teilnahme am Wettbewerb der Bundeszentrale für Politische Bildung. Die Staatsministerin freute sich sehr über das rege Interesse der Jugendlichen für politische Themen.

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Quelle: Weil, Kreisanzeiger vom 9.10.2017

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