Kurzmeldungen

Klare Sicht statt benebelt

PROJEKT Vogelsberger Beratungszentrum setzt auf Prävention / 14- und 15-Jährige bevorzugte Zielgruppe / Mitmach-Parcours

Tabak und Alkohol sind legale Drogen, denen jährlich Zehntausende von Menschen zum Opfer fallen. Darüber hinaus sind sie Ursache für zahlreiche Erkrankungen und lebensbedrohliche Gefährdungen. Dem vorzubeugen hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 2004 den „Klar-Sicht-Mitmach-Parcours“ zu Tabak und Alkohol entwickelt, der eingebettet ist in die Kampagnen „rauchfrei“ und „Alkohol? Kenn dein Limit./Null Alkohol – Voll Power!“.

Der ursprünglich für Sporthallen konzipierte Parcours ist für einen platzsparenden Gebrauch weiterentwickelt worden. „Alles was wir brauchen, passt jetzt in einen Koffer“, sagte Wolfgang Weiser vom Beratungszentrum Vogelsberg. Der Sozial-Arbeiter war gestern zusammen mit einem Team des evangelischen Dekanats, der schulbezogenen Jugendarbeit, des Kinderschutzbundes und der Lauterbacher Beratungseinrichtung kompetenter Gast an der Vogelsbergschule, unterstützt von mehreren Lehrkräften.

Klarsicht

Zielgruppe waren die 14- und 15-Jährigen der achten Klassen. In dieser Altersstufe ist die Präventionsarbeit besonders erfolgreich. Auch fallen in diese Zeit die Konfirmationsfeste, die häufig von mit Alkohol angereicherten Ritualen geprägt sind. „Es kommt leider vor, dass für Jugendliche nach zu starkem Alkoholgenuss die Konfirmation im Krankenhaus endet“, meinte Weiser.

Intensive Einbindung

Der Mitmach-Parcours beinhaltet sechs Stationen, bei denen die Schüler im Rahmen von Rollenspielen, Diskussionen, einem Frage-und-Antwort-Spiel und einer Bewegungsaufgabe mit dem Thema Alkohol und Rauchen konfrontiert werden. Außerdem erhalten sie viele Informationen zu den schädlichen Folgen von Alkoholmissbrauch und Rauchen.

Das Konzept setzt auf die möglichst intensive Einbindung der jungen Menschen, um sie auch auf emotionaler Ebene zu erreichen. „Der Ansatz ist, dass sich die Schülerinnen und Schüler auf unterhaltsame und aktive Weise mit der Thematik auseinandersetzen. Dadurch ist der Erinnerungswert hoch. Auch nach einem Jahr denken sie noch an die Veranstaltung“, betonte Experte Weiser.

Mit dem Projekt „Klar-Sicht“ sollen die Risiken verdeutlicht werden, die mit einem Konsum der beiden Drogen einhergehen. Die Förderung einer kritischen Haltung seitens der Schüler ist ein weiteres Ziel. „Die Schüler sollen verantwortungsbewusst mit den Suchtmitteln umgehen“, so Weiser.

Ein wichtiger Bestandteil des Projektes sind die Moderatoren, die vor ihrem Einsatz eine besondere Schulung erhielten. Insgesamt sechs Stationen waren in dem Parcours von den Schülern zu absolvieren. Beim „Tor der Entscheidung“ musste die Frage, ob nichtrauchende oder Alkohol meidende Freunde als „uncool“ angesehen werden, mit Ja oder Nein beantwortet werden. Viele spaßige Elemente beinhaltete die Aufgabe, mit einer Rauschbrille eine kleine Bewegungsaufgabe auf einem Hindernisparcours zu meistern. Erstaunlich, zu welch tapsigen Bewegungen die einen Alkoholspiegel von 0,8 bis 1,5 Promille simulierende Spezialbrille führte.

Über die gefährlichen Inhaltsstoffe des Tabaks und des Alkohols wurden an weiteren Stationen informiert. Die Schülerinnen und Schüler waren erstaunt zu hören, dass Zigaretten voller Gifte sind, wie etwa Arsen und Blausäure, die in Rattengift verwendet wurden.

Mögliche Folgen

Auch mögliche Folgen des übermäßigen Konsums wie Sucht, lebensbedrohliche und zum Tod führende Erkrankungen, Impotenz, die Schwächung von Geruchs- und Geschmackssinn oder die allmähliche Zerstörung der Leistungsfähigkeit des Gehirns wurden den Schülern vermittelt. Unterhaltsam und gleichzeitig aktiv das eigene Wissen einfordernd war ein Flaschendrehspiel mit Frage-und-Antwort-Karten zum Thema Alkohol.

Auch verführerische Werbebotschaften wurden unter die Lupe genommen und analysiert. Dabei stehen nicht die Produkte im Mittelpunkt, sondern die Werbestrategen versuchen, ein positives Lebensgefühl und ein „cooles“ Image zu vermitteln. Dabei beeinflusst Werbung für Tabak vor allem das Rauchen in der Probierphase, die schnell in Gewohnheit umschlagen kann. Eine starke Wirkung auf Jugendliche hat die Werbung für Biermixgetränke als „Gute-Laune-Macher“. Fatalerweise und oftmals in Unkenntnis wird deren Alkoholgehalt häufig unterschätzt. Aufgabe eines Rollenspiels war schließlich, anhand von kleinen Bildtäfelchen eine Situation zu konstruieren, in der ein Junge oder ein Mädchen durch Alkoholkonsum oder Rauchen in der Klemme steckt. Anschließend sollten die Schüler als „Expertenteam“ den Betroffenen einen Rat zum Umgang mit ihrer Situation geben.

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Quelle Text & Bild: Weil, Kreisanzeiger vom 12.5.2017

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