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„Plastikpiraten“ durchkämmen Bachbett

MÜLL Vogelsbergschule nimmt an bundesweiter Aktion teil / Wissenschaftliches Forschungsprojekt

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Die „Plastikpiraten“ der Klasse 5aG der Vogelsbergschule präsentieren das Ergebnis ihrer Kunststoff-Sammelaktion in und an der Nidda im Bereich des Wasserfalls.

 

Mehr als zwölf Millionen Tonnen Kunststoff landen jährlich im Meer und sorgen zunehmend für eine Belastung für viele Pflanzen und Tiere. Die Folgen sind dramatisch. Strände werden vermüllt, Fische und Seevögel verschlucken den Plastikmüll und zahlreiche Tiere verheddern sich darin und verenden. Im Laufe von Jahrhunderten zersetzen sich Kunststoffe in sogenannte Mikroplastik und gelangen dadurch noch einfacher in die maritime Nahrungskette. Die ökologischen Folgen bis hin zu möglichen gesundheitlichen Risiken für den Menschen sind noch weitgehend unbekannt. Ozeane und Meere bedecken 71 Prozent unseres Planeten. Sie fungieren als Klimamaschine, Nahrungsquelle und Wirtschaftsraum.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das „Wissenschaftsjahr 2016*17 Meere und Ozeane“ ausgerufen, um Gewässer, ihren Schutz und nachhaltige Nutzung zu ergründen. Eine Aktion im Wissenschaftsjahr lautet „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!“ Sie wendet sich an Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren, die auf „wissenschaftliche Entdeckungen“ gehen sollen. Und das nicht nur an Stränden oder großen Flüssen, denn ein beachtlicher Teil der die Meere belastenden Kunststoffe gelangt über kleinere Flüsse und Bäche dorthin.

An der Aktion nahm am letzten Schultag vor den Herbstferien auch die Schottener Gesamtschule teil. Die Vogelsbergschule hat schon mehrmals die Bezeichnung „Umweltschule“ erhalten und wurde erst vor wenigen Tagen von Hessens Umweltminister Alexander Lorz ausgezeichnet (der KA berichtete). Pädagoge Klaus Tamme, der die „Plastikpiraten“ der Klasse 5aG betreute, hatte mit den Pennälern die Nidda rund um den Wasserfall am Alteburgpark für den Forschungs-Vormittag ausgesucht.

„Wir wollen als kleines Rädchen dazu beitragen, dass sich der Forschungsstand über das Vorkommen von Makro- und Mikroplastik in und an deutschen Fließgewässern erweitert“, teilte Tamme mit. So ganz nebenbei würden die Jugendlichen in Sachen gedankenloses Wegwerfen von ausgebrauchten Gegenständen sensibilisiert.

Die Motivation auf Müllspurensuche zu gehen, war bei den Schülerinnen und Schülern sichtlich groß. Ausgerüstet mit Greifzangen, Behältnissen zur Aufnahme des Kunststoffabfalls und Gummistiefeln gingen die Jugendlichen ans Werk. Zur Gerätschaft gehörte auch ein eigens für die Aktion gebautes Sieb, das im Bachbett der Nidda aufgestellt wurde, um kleinste Plastikteilchen einzufangen. Nach rund einer Stunde war die Sammelaktion beendet. An der Inliner-Anlage im Parkgelände wurde das Sammelgut dann gemeinsam gesichtet. Es war schon erstaunlich zu sehen, was für eine Menge Müll an dem kurzen Abschnitt der Nidda, meist verborgen unter dem Grünbewuchs das Bachbettes, von den Schülern gefunden wurde. Spektakulärste Funde waren ein „entsorgtes“ Kinderfahrrad, dem das Vorderrad fehlte, sowie die Deichsel eines Anhängers, die – nach dem Zustand des Holzes zu beurteilen – wohl schon einige Zeit im Wasser der Nidda gelegen haben muss. Mehrere kleine Tonnen hatten sich mit kleinerem oder größerem Kunststoffunrat gefüllt.

Mit dem Sammeln alleine war die Aktion der „Plastikpiraten“ noch nicht erledigt. Anzahl und Art der Kunststoffabfälle wurden in ein Aktionsheft des Bundesministeriums eingetragen. Die so gewonnenen Daten werden auf einer digitalen Deutschlandkarte dokumentiert, die im Internet unter www.wissenschaftsjahr.de/jugendaktion“ eingesehen werden kann. Außerdem werden die Daten in der Kieler Forschungswerkstatt wissenschaftlich ausgewertet. Ziel ist es, Informationen über den Plastikmüll an und in Fließgewässern zu erhalten. So beispielsweise über besonders stark verschmutzte Abschnitte oder über die Entwicklung des Verschmutzungsgrades von der Quelle bis zur Mündung. Mit den so gewonnenen Erkenntnissen wollen die Wissenschaftler die Auswirkungen auf die Belastung der Meere und Ozeane besser verstehen, um gezielte Gegenmaßnahmen anstoßen zu können. Als zusätzlicher Anreiz für die Schottener Schüler und alle an der bundesweiten Aktion teilnehmenden Schulen werden attraktive Preise verlost.

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Quelle Text: Weil, Bild: K. Tamme; Kreisanzeiger vom 18.10.2016

Termine
Mrz
28
Do
ganztägig Girls-& BoysDay
Girls-& BoysDay
Mrz 28 ganztägig
Für SchülerInnen der 7ten und 8ten Klassen. Weitere Informationen unter www.girls-day.de bzw. www.boys-day.de. Dort auch Registrierung und Anmeldebögen. Diese können auch aus dem Downloadbereich der Seite www.vogelsbergschule-schotten.de heruntergeladen oder im Schülerordner bei iServ gefunden werden.[...]