Kurzmeldungen

Winter im Vogelsberg

Für die kommenden Tage ist für den Vogelsberg Winterwetter vorhergesagt.

In Zweifelsfällen sollten die Erziehungsberechtigten eigenverantwortlich entscheiden, wenn sie ihr Kind wegen der Straßenverhältnisse nicht in die Schule schicken können.

Gegebenenfalls wäre auch an eine verspätete Anfahrt zur zweiten Stunde zu denken.

Grundsätzlich sollten Schülerinnen und Schüler, deren Bus sie nach 15min nicht an der Bushaltestelle abgeholt hat, wieder nach Hause gehen.

Anhalteweg eines Autos richtig einschätzen

VERKEHRSERZIEHUNG ADAC informiert Fünftklässler über Gefahren im auf der Straße

Für die Fünftklässler der Vogelsbergschule bietet die Schulleitung schon seit vielen Jahren zu Beginn des neuen Schuljahres das Thema Verkehrserziehung an. Kompetenter Partner ist der ADAC Hessen-Thüringen, der den Diplom-Pädagogen und „Achtung Auto“-Moderator Michael-Alexander Lange zu der ungewöhnlichen Unterrichteinheit nach Schotten entsandt hatte.

Der tägliche Schulweg bietet Gefahrenquellen, insbesondere durch den Autoverkehr. Die Geschwindigkeit der Fahrzeuge richtig einzuschätzen fällt selbst manch Erwachsenen schwer. Ein Gefühl dafür, was Bewegung und die damit zusammenhängende Energie bedeutet, vermittelte der ADAC-Pädagoge auf anschauliche Art.

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Die Schülerinnen und Schüler der 5bG halten die Schilder in der richtigen Reihenfolge.

Rechts hinten der Klassenlehrer S. Packheiser, links ADAC Verkehrserzieher M.-A. Lange.

Die Reaktionszeit

Zunächst sollten die Schüler aus dem Laufen heraus auf ihr eigenes Kommando selbst anhalten. Wenn das Zeichen zum Anhalten durch Fahnenschwenk des Verkehrserziehers von „außen“ kam, wurden die Anhaltewege länger. Der Grund war von den Pennälern schnell gefunden. „Das hat was mit der Reaktion zu tun“, war zu hören. Lange erläuterte, dass etwa eine halbe bis eine Sekunde vergeht, bis das Gehirn das Zeichen erkannt und das Kommando zum Anhalten erteilt hat, und dieses in den Beinen ankommt. „Diese Zeitdauer nennt man Reaktionszeit“, so der ADAC-Mann.

In dieser Zeit fährt aber das Auto noch ungebremst weiter, erst dann beginnt der Fahrer mit dem Bremsmanöver. Die Wegstrecke, bis das Auto ab Beginn des Bremsmanövers zum Stehen kommt, nennt man den Bremsweg. Er ist auch von der Geschwindigkeit abhängig.

Je schneller das Auto fährt, desto länger wird der Bremsweg. Steigt die Geschwindigkeit, an verlängert sich der Bremsweg „im Quadrat“. So ist zum Beispiel bei doppelter Geschwindigkeit der Bremsweg vier Mal so lang. Der Bremsweg ist auch abhängig von der Beschaffenheit der Straße, von Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee und Eis oder dem Zustand der Reifen.

Um den Schülern eine Einschätzung des Anhaltewegs eines Autos zu vermitteln, durfte jeder die Mädchen und Jungen am Straßenrand sich an der Stelle platzieren, wo sie meinten, dass das mit 30 Stundenkilometern fahrende Auto nach einem Bremsmanöver zum Halten kommt.

ADAC-Mann Michael-Alexander Lange machte dann die Probe aufs Exempel und vollzog mit seinem Fahrzeug ab einer Stopplinie eine Notbremsung. Die meisten Schüler hatten den Anhalteweg des Autos als zu kurz eingeschätzt, was im Ernstfall böse Folgen hätte haben können.

Lösung geschafft

In welcher Beziehung stehen nun Bremsweg, Anhalteweg und Reaktionszeit? Verkehrserzieher Lange hatte verschieden Schilder mitgebracht. Aufgabe der Schüler war es, die Schilder in die richtige Reihenfolge zu bringen, um eine logische mathematische Formel zu erhalten.

Nach einigen Versuchen war das Ergebnis gemeinsam schnell geschafft: „Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg“.

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Quelle Text & Bild: Weil, Kreisanzeiger vom 23.9.2016