Kurzmeldungen

Der Natur spielerisch auf der Spur

waldspiele 2016

WALDJUGENDSPIELE Kreativer Unterricht im Freien / An zehn Stationen biologisches Wissen abgefragt

Regelmäßig kurz vor Ende des Schuljahres bittet die Vogelsbergschule ihre Schüler in den Wald. Genau genommen Jugendliche der sechsten und siebten Klassen. In Zusammenarbeit mit dem Schottener Forstamt stehen die Waldjugendspiele auf dem Lehrplan. Kein Lernen im geschlossenen Raum mit theoretischem Schwerpunkt, sondern Sehen, Riechen, Fühlen und Analysieren mitten in der Natur des in diesem Jahr besonders prächtigen Waldes in der Spies und rund um die Rote Brücke. Da zudem der Weg von der Schule und wieder zurück per Fuß zurückgelegt wird, hat der Vormittag auch einen sportiv angehauchten Charakter in frischer Luft.

Im Bild: Die Gruppe der „Wölfe“ der Klasse 7aG mit Forstamtspraktikant
Fabian Müller bei der Station „Holz und seine Verwendung“.

Die Mitarbeiter des Forstamtes unter Leitung von Rainer Hellwig, dem Revierleiter vom Petershainer Hof, und die mithelfenden Pädagogen der Vogelsbergschule hatten zehn Stationen aufgebaut. Aufgabe der Schüler war es zunächst, sich in neun, zahlenmäßig etwa gleich großen Gruppen aufzuteilen und einen originellen Namen zu finden, der dann auch die Auswertungsbögen zierte.

Das Ganze war in Form eines Wettspiels mit Fragen und Antworten, Mitmachangeboten und der Möglichkeit, Punkte zu erringen, organisiert, was für die Jugendliche den Reiz erhöhte, sich mit dem Wald, seinen Bewohnern und der Nutzung durch die Menschen intensiv auseinanderzusetzen.

An jeder Station wurden Punkte für richtige Antworten vergeben und auch Zusatzpunkte für besondere Beiträge, die auf ein gutes Wissen der Schüler schließen ließen.

Ein Thema war der Rohstoff Holz und seine vielen Verwendungsmöglichkeiten. Forstpraktikant Fabian Müller Oliver stellte gezielte Fragen, was man alles aus Bäumen herstellen kann. Zur Veranschaulichung hatte er verschiedene Endprodukte auf einem langen Holzbrett ausgelegt, das einmal Teil eines Baumes gewesen war. Neben Brettern, Latten und Pfosten lassen sich auch Zeitungs- und Toilettenpapier oder Spannplatten aus Bäumen herstellen. Viel Interesse bei den Schülern fanden Holzpellets, ein Energieträger, der in den vergangen Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat und auch in vielen Privathaushalten zur Wärmeerzeugung genutzt wird.

Als nicht ganz einfach erwies sich die Altersbestimmung einer Baumscheibe. Durch penibles Zählen der Ringe war schließlich die Zahl 90 die richtige Antwort. „Die Bandbreite der Lösungsvorschläge war erstaunlich gering, die Schüler waren ziemlich nah dran am richtigen Wert“, berichtete der Forstpraktikant. Weitere Fragen an den anderen Stationen drehten sich um die Waldarbeit und der dazu von Forstwirten und privaten Waldnutzern eingesetzten Maschinen und Werkzeuge.

Bei der Station „Jagd und Wildtiere“ erfuhren die Schüler grundlegendes über den Sinn der Jagd. So dient sie beispielsweise der Nahrungsbeschaffung oder zur Regulierung der Tierpopulationen, eine wichtige Aufgabe, um etwa dem Wildverbiss vorzubeugen. Auch der Unterschied zwischen Rehwild und Rotwild war eine Frage, die die Pennäler beantworten sollten.

Keine leichte Aufgabe war es, die verschiedenen Spuren der Waldbewohner an Hand hölzerner Trittsiegel zu bestimmen. Auch verschiedene Fellstücke und Klauenmodelle mussten richtig eingeordnet werden. Waschbär, Wiesel und Eichhörnchen durch ein Fernglas zu erkennen gehörte ebenso zu den Aufgaben. Zusatzpunkte konnte ergattern, wer einem Jagdhorn Töne entlocken konnte.

Revierleiter Hellwig hatte viele Fragen an die Schüler zum aktuellen und umfassenden Thema Klimaerwärmung. Zum spielerischen Lernen trug die Aufgabe bei, in einer abgesteckten Fläche herumliegendes Holz zu sammeln und aufzustapeln. Für den höchsten Turm gab es die meisten Punkte. Sonderzähler konnten ergattert werden, wer das Wärme-Äquivalent in Litern Heizöl für das gestapelte Holz am genauesten schätzen konnte.

Bei der Station „Wald und Artenschutz“ stand der Schutz der Bäume vor der Fresslust der Waldbewohner im Mittelpunkt. Auch von Borkenkäfern verursachten Schäden waren ein Thema. In diesem Jahr sind diese – nicht zuletzt wegen der starken Feuchtigkeit – noch kein großes Problem, wie Förster Hellwig mitteilte.

Bei der Aufgabe „Bäume und Sträucher“ war schon detailliertes Wissen von den jungen Menschen gefragt, um die verschiedenen Arten bestimmen zu können. An den anderen Stationen stand die Waldarbeit im Mittelpunkt der Fragen. „Riechen und Schmecken“ weckte die besondere Neugier – mit etwas Prickeln im Bauch. Denn die Schüler mussten diese Aufgabe mit verbundenen Augen erfüllen. Auch das richtige Verhalten im Wald wurde thematisiert, denn da gibt es viele Dinge, die man unterlassen sollte, um keine Schäden oder unnötige Verschmutzungen zu hinterlassen.

Nach Auswertung der Punktestände wurden bei der Siegerehrung wieder schöne Preise in Form von Freikarten für den Kletterwald auf dem Hoherodskopf vergeben.

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Quelle Text & Bild: Weil, Kreisanzeiger vom 27.6.2016

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