Kurzmeldungen

Rolle als Puppenspieler vor historischem Hintergrund

THEATERSTÜCK In Aula der Vogelsbergschule „Herrmann geht nach Engelland“ aufgeführtPuppenspieler

 

„Herrmann geht nach Engelland“ hieß das zweite Theaterstück im Rahmen der Reihe Kaleidoskop, das Anfang Dezember in der Aula der Vogelsbergschule aufgeführt wurde. Angesprochen waren diesmal die älteren Schüler der neunten und zehnten Jahrgangsstufe.

Die Reihe Kaleidoskop bemüht sich mit von einer Jury ausgewählten Stücken „gutes Theater“ für Kinder und Jugendliche in die hessischen Regionen zu bringen.

Bild rechts: Hartmut Liebsch bei seinem Auftritt in Schotten in der Rolle des Puppenspielers Herrmann mit dem vom „Reichspuppeninstitut“ gefolterten Krokodil.

Der Schauspieler, Bauchredner und Puppenspieler Hartmut Liebsch (Neuenstadt bei Heilbronn), der das Stück auch geschrieben hat, will damit an die Schrecken der NS-Zeit erinnern.

Er schlüpft in die Rolle des Puppenspielers Herrmann, der im Mai 1941 von der Ostfront ins besetzte Frankreich beordert wird. Er soll dort 2 200 abgekämpfte Matrosen des Schlachtschiffes „Bismarck“ unterhalten und ihre Moral für die nächsten Kampfeinsätze stärken.

Im Gepäck hat Herrmann ein buntes Unterhaltungsprogramm. Allerdings, sein Erfolgsstück „Der Jude im Dorn“ kann er nicht mehr spielen, da der Hauptdarsteller, Levi Blauspan, spurlos verschwunden ist. Aufführen will Herrmann daher das Stück „Kasper fährt nach Engelland“. Es ist vom 1938 gegründeten „Reichsinstitut für Puppenspiel“ herausgegeben. Die Premiere soll vor den Matrosen sein, zuvor wird geprobt.

Im Mittelpunkt des Puppenspiels steht der Kasper, der zwar sein fröhliches „Tritratralala“ anstimmt, aber von der Nazi-Ideologie infiltriert ist und sich als „strammer Deutscher“ präsentiert.

Weitere Puppenfiguren sind die Großmutter und das Krokodil. Das Tier ist vom Reichsinstitut gefoltert und beide Beine amputiert worden. Es scheint aber Herrmann zu überwachen, denn täglich sendet es Berichte über ihn an das Reichsinstitut.

Und Levi Blauspan ist auch mitgekommen. Er hat sich in der Jacke Herrmanns versteckt, der den Juden nach England fliehen lassen will. Die Probe wird immer mehr zur Frage, auf welchem Weg das möglich sein kann, ohne dass der Kasper die Fluchtpläne mitbekommt.

Krokodil frisst Kasper

Am Ende frisst das Krokodil den Kasper und schwimmt mit Levi über das Meer in die Freiheit. Herrmann wählt den Tod. Er geht – eingehüllt in dichte Nebelschwaden – ins Wasser. Dabei hört das Publikum die Meldung vom glorreichen Untergang der Bismarck und dass der Premierenabend ausfällt.

Die Bismarck galt bei ihrer Indienststellung im August 1940 als das weltweit größte und kampfstärkste Schlachtschiff. Im Mai 1941 wurde das Kriegsschiff mit 2 200 Mann Besatzung im Nordatlantik versenkt.

 

Quelle Text & Bild: Weil, Kreisanzeiger vom 6.12.2014

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